Wie wir künftig leben werden

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Haus der Zukunft
Das Haus der Zukunft im Regierungsviertel Berlin

Die Bauarbeiten am Haus der Zukunft gehen voran. Ab 2017 soll hier offen diskutiert werden, wie bald neun Milliarden Menschen mit ihren Wünschen nach Glück und Wohlstand auf einem begrenzten Planeten leben werden. 

Während es gegen das teure Prestige-Projekt der Bundesregierung vor dem Baubeginn noch mächtig Gegenwind gegeben hat, ist es in letzter Zeit sehr still geworden um das Haus der Zukunft. Dagegen wird der Neubau an der Baustelle mitten im Regierungsviertel und unmittelbar neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung inzwischen zumindest für die Berliner allmählich zur Realität.

Im Hinblick auf die chronisch unterfinanzierte Forschungslandschaft in Deutschland muss natürlich nach wie vor darüber diskutiert werden, ob die hohen Investitionen in das „Science Center“ gerechtfertigt sind. Ob Trägergesellschaft und Ausstellungsmacher es schaffen, ihre Visionen bis 2017 in Wirklichkeit zu verwandeln, kann aber allemal mit Spannung erwartet werden. Denn das Haus der Zukunft gibt Ausblick auf ein demokratisches Projekt, in dem die Wissenschaft von ihrem Elfenbeinturm direkt in die Gesellschaft katapultiert wird.

Die Ausstellung soll Zukunftsszenerien und auch deren Entstehungsprozesse und den Handlungsspielraum, der sich daraus für jeden Einzelnen sowie für die Gesellschaft als Ganzes ergibt aufnehmen. Dabei „werden der Beitrag von Wissenschaften und Technologien, ganz klar aber auch die gesellschaftliche Frage, ob alles Machbare auch wünschenswert ist, im Vordergrund stehen“, sagt Gründungsdirektor Reinhold Leinfelder. „Was wünschenswert ist, kann man nur entscheiden, wenn es vorstellbar, vielleicht sogar ausprobierbar ist oder man es selbst mitgestaltet hat.“ Die Ausstellungen sollen solche möglichen Zukünfte sichtbar machen, so Leinfelder weiter. 
Das Haus der Zukunft stellt den Menschen in seiner gesellschaftlichen Rolle und Verantwortung in den Mittelpunkt. Alle sind dazu eingeladen, mitzuforschen, mitzudebattieren, mitzuentscheiden und mitzugestalten. Entsprechend partizipativ wird die Ausstellung sein: Die Besucher werden Möglichkeiten eröffnet, sich aktiv mit Zukunftsbildern auseinander zu setzen und diese weiter zu denken. Dabei soll deutlich werden, dass Zukunft kein festgeschriebenes Schicksal ist, sondern sie gestaltbar, beeinflussbar und machbar ist auch wenn die Erdbevölkerung stetig wächst und wir auf einem begrenzten Planeten leben. 

Die Idee für das Haus der Zukunft ist 2009 geboren. Es soll künftig ein Ausstellungs-, Experimentier- und Veranstaltungsforum bieten, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen möglicher Zukünfte diskutiert: Wie werden und wie wollen wir leben? Welche Herausforderungen und Chancen sind mit zukünftigen Entwicklungen verbunden? Wie können Wissenschaft und Forschung dazu beitragen, diese Entwicklungen zu verstehen und die Zukunft zu gestalten? Auf mehr als 3.200 Quadratmetern soll das Haus der Zukunft Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft für die großen Fragen unserer Zeit zusammenbringen und dient als technologieorientiertes „Aushängeschild“ für die Aussendarstellung Deutschlands.

 

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