Mehr Selbstbestimmung im Alter, für Demenzkranke und Menschen mit Behinderung

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Miele Haustechnik
Uni Bielefeld

Im Projekt KogniHome des Exzellenzclusters CITEC, Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld, befassen sich vierzehn Partner aus Industrie, Forschung, Dienstleistung sowie Sozial- und Gesundheitswesen mit der Frage, wie sich mitdenkende und vertrauenswürdige technische Systeme verwirklichen lassen, die Menschen im Alltag unterstützen können. Bei der Entwicklung der technologischen Basis stehen für die Forscher auch ethische, gesellschaftliche und rechtliche Aspekte im Fokus.

Da brennt nichts an!

Eine digitale Küche assistiert den Bewohnern, indem sie deren Kochaktivitäten begleitet, Varianten für Rezepte vorschlägt und frühzeitig warnt, bevor ein Gericht anbrennt. Die Küche kann zum Beispiel auch in der Lage sein, Zubereitungsvorlieben und -Gewohnheiten der Nutzer zu speichern, um ein personalisiertes Kochgedächtnis aufbauen.

Auch außerhalb der Küche sind automatische Hilfestellungen vorgesehen: Die Bewohner sollen mit der intelligenten Wohnumgebung über alltagsübliche Sprache und Gestik in Kontakt treten können. Die Wohnung soll unter anderem in Form eines Avatars (einer digitalen Person) kommunizieren. Um die Gesundheit ihrer Bewohner zu fördern, erhält sie zum Beispiel die Fähigkeit, dezent auf mangelnde Bewegung oder Fehlhaltungen hinzuweisen und gibt Verbesserungsvorschläge, ohne dabei zu bevormunden. Ebenfalls soll die smarte Wohnung eine Person warnen, wenn sie feststellt, dass ihr eine körperliche Überforderung droht.

Eine intelligente Tür kann Besucher begrüßen und den Bewohner an Termine erinnern und daran, den Wohnungsschlüssel einzustecken. Zum Eingangsbereich kann unter anderem ein mitdenkender Garderobenspiegel gehören. Er weist zum Beispiel darauf hin, ob der Bewohner Kleidung trägt, die zum Wetter passt. Diese neuartigen Funktionen und weitere spannende Themen des Projekts verhelfen der zunehmenden älter werdenden Bevölkerung zu einer Verlängerung der selbstbestimmten Lebensphase.

Unauffällige Unterstützung zur Selbstbestimmung

Das Besondere an dem Projekt KogniHome ist, dass die Wohnung ihren Nutzer ein Leben lang begleiten kann, weil sie von seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten lernt. Bei KogniHome wird kein Service-Roboter eingesetzt, sondern die Technologien werden unsichtbar in das gewohnte Wohnumfeld integriert. 

Das Projekt läuft bis Ende Juli 2017, es ist Teil des Förderschwerpunktes „Mensch-Technik-Interaktion im demografischen Wandel“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und kostet einschließlich der eigenen Mittel der Partner 11.3 Mio. Euro. Folgende Organisationen arbeiten im Rahmen des Projektes zusammen: Universität Bielefeld, Fachhochschule Bielefeld, Universität Paderborn, achelos GmbH, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (BGW) mbH, DMW Schwarze GmbH & Co. Industrietore KG, Hanning & Kahl GmbH & Co KG, helectronics GmbH, Hella KGaA Hueck & Co., Hettich Unternehmensgruppe, HJP Consulting GmbH, Miele & Cie. KG, Neue Westfälische GmbH & Co. KG.

 

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